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UBS Global Family Office Report: Die Vermögensverwalter der Superreichen bleiben Private Equity treu

11. Juli 2024

Family Offices sind Finanzdienstleister, die sich darauf spezialisiert haben, die privaten Grossvermögen von wohlhabenden Familien und Einzelpersonen zu verwalten. Bei dieser Tätigkeit setzen sie auf ein breites Spektrum an Anlageformen, wobei alternative Investments von besonderer Bedeutung sind: Die Vermögensverwalter der Superreichen investieren im Schnitt 42 Prozent der von ihnen betreuten Kundengelder in die privaten Märkte. Das geht aus dem jüngsten «Global Family Office Report» von UBS hervor. Eine entscheidende Rolle bei den Privatmarktinvestments spielt Private Equity. Die Nordstein AG fasst die Erfahrungen des aktuellen Berichts zusammen.

Alternative Anlagen bei US-amerikanischen Family Offices am beliebtesten

Für ihren jüngsten Bericht befragte UBS weltweit 320 Single Family Offices mit einem durchschnittlichen Nettovermögen von 2,6 Milliarden US-Dollar, die zusammen für Kundengelder von mehr als 600 Milliarden US-Dollar verantwortlich sind. Diese einflussreichen Investoren setzen weltweit auf Privatmarktanlagen, wobei die Allokation regional stark variiert: Während der globale Durchschnitt bei 42 Prozent liegt, investieren Family Offices in den USA mit im Schnitt 59 Prozent am meisten in alternative Anlageklassen, gefolgt von Family Offices im Nahen Osten (51 Prozent), Europa (45 Prozent), Südostasien (36 Prozent), Nordasien (34 Prozent) und Lateinamerika (31 Prozent).

Private-Equity-Anteil leicht gestiegen

Der Anteil von Private Equity am durchschnittlichen Family-Office-Portfolio ist zuletzt leicht gestiegen: PE-Anlagen machten 2023 im Schnitt 22 Prozent der Investments aus, gegenüber 19 Prozent im Jahr 2022. Dabei sind Direktinvestitionen und Fondsanlagen mit jeweils 11 Prozent gleichmässig gewichtet, im Vergleich zu 9 Prozent beziehungsweise 10 Prozent im Vorjahr.

Wie die Nordstein AG hervorhebt, sind die Veränderungen, was die Pläne für das laufende Jahr angeht, ebenfalls nur minimal: Während der Gesamtanteil von Private-Equity-Anlagen mit 22 Prozent stabil bleibt, wollen die befragten Family Offices ihre Direktinvestitionen 2024 auf 9 Prozent reduzieren und ihre Allokationen in Fonds im Gegenzug auf 13 Prozent aufstocken. Die Analysten von UBS schreiben diese Verschiebung dem Wunsch nach einer stärkeren Diversifizierung zu.

Regionale Unterschiede bei der PE-Allokation

Auch bei der Private-Equity-Allokation zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Hier sind US-amerikanischen Family Offices mit 35 Prozent ihres Portfolios ebenfalls am stärksten engagiert, gefolgt von ihren Pendants im Nahen Osten (28 Prozent), in Europa (22 Prozent), Südostasien (19 Prozent), Nordasien (18 Prozent) und Lateinamerika (18 Prozent).

Die Nordstein AG hebt eine kleine Besonderheit hervor, die sich bei den Zahlen für die Schweiz ergibt: Während Schweizer Family Offices mit ihrem Anteil von 45 Prozent bei den alternativen Anlagen gleichauf mit dem Rest von Europa liegen, sind sie bei der Private-Equity-Allokation vergleichsweise schlechter vertreten: In den hiesigen Family-Office-Portfolios macht PE im Schnitt einen Anteil von 18 Prozent aus.

Grosses Vertrauen in die Performance von Private Equity

Was die Performance von Private-Equity-Beteiligungen angeht, sind die Vermögensverwalter der Wohlhabenden weiterhin zuversichtlich: 71 Prozent der Family Offices, die in PE investieren, sind davon überzeugt, dass die langfristigen Renditen in der Anlageklasse jene von öffentlichen Aktien übertreffen dürften. Ebenfalls 71 Prozent nutzen Private Equity, um ihr Anlageportfolio zu diversifizieren.

Foto von Hardini Lestari auf Unsplash

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